Rezension - Playlist for the dead - Michelle Falkoff

Donnerstag, 8. Juni 2017
Titel: Playlist for the dead
Genre: Jugendbuch
Länge: 272 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 
14 - 17 Jahren  
Verlag: Coppenrath

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Diese Dinge weiß Sam: Es gab eine Party. Es gab einen Streit. Am nächsten Morgen ist sein bester Freund tot. Aber was Sam nicht weiß: Warum? Alles, was ihm von Hayden bleibt, ist eine Playlist und eine Notiz: Hör dir das an und du wirst mich verstehen.Und so begibt Sam sich auf die Suche nach Antworten und muss schon bald feststellen, dass er seinen besten Freund nicht so gut kannte, wie er immer gedacht hat.

Meine Meinung: 
Das Cover finde ich äußerst cool gemacht. Die Kopfhörer drücken die Geschichte des Buches genau aus, genauso wie der Titel. Grundsätzlich ist das Cover ja weiß. Normalerweise mag ich so eine Farbe nicht auf Covern, doch bei diesem scheint es irgendwie zu passen.

Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen bei dieser Geschichte. Wir erleben ab der ersten Seite an wie Sam seinen Freund Hayden nach seinem Selbstmord findet. Er war der Erste der ihn gefunden hat und ist daher verständlicher weiße ziemlich schockiert. Mit seinen 15 Jahren kann er mit so einer Situation nicht wirklich umgehen. Nachdem der Notruf eingetroffen ist, erfährt Sam, dass Hayden schon seit Stunden Tod ist und fängt an sich Vorwürfe zu machen. Doch nicht nur weil er zu spät gekommen ist, sondern auch wegen einer mysteriösen Party vor ein paar Tagen, auf der sich die beiden gestritten haben und seitdem auch nicht mehr gesehen haben, bis Sam ihn Tod aufgefunden hat.

Sams Mutter unterstützt ihn auch nicht ausreichend. Sie würde zwar gerne mehr für ihre Kinder da sein, allerdings nimmt sie die Arbeit im Krankenhaus sehr ein und lässt ihr fast keine Freizeit mehr. Sie ist auf gar keinen Fall eine schlechte Mutter, doch leider habe ich manchmal den Verdacht gehabt, dass sie das von sich denkt. Dies finde ich persönlich sehr traurig.

Sam ist auch sehr wütend auf Hayden, denn alles, was er ihm hinterlassen hat, war eine Playlist und die Nachricht: Wenn du das hörst wirst du alles verstehen. Doch egal wie oft Sam sich in den ersten Tagen vor der Beerdigung die Playlist anhört, kommt er einfach nicht darauf was Hayden ihm damit sagen will. Seine Trauer kann er auch nicht wirklich herauslassen. Er hat nach Haydens Tod kein einziges Mal geweint und die Emotion, die sein Leben im Moment dominiert ist die Wut. 

Meiner Meinung nach ist es sehr interessant gewesen, die Entwicklung von Sam mitzuerleben. Er hat eine große Entwicklung durchgemacht. Wir lernen neben Sam in diesem Buch auch noch viele andere Charaktere kennen. Ein Charakter, den ich besonders mochte, war Jim. Jim ist der Freund von Sams Schwester und hat etwas Ähnliches wie Sam durchgemacht. Durch sein äußeres Erscheinungsbild haben die Leute meist eine komplett falsche Meinung von ihm und obwohl er das weiß, ist es ihm egal. Er hat eine sehr starke Persönlichkeit und wirkt auf dem ersten Blick ganz anders als auf dem Zweiten. Der Spruch ein Buch soll man nicht nach seinem Cover beurteilen trifft auf diesen Charakter ebenso zu.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir leider nicht so gut gefallen. Er war ein bisschen verwirrend für mich, da es verworrene Sätze in dem Buch gibt, die sehr lang sind. Die Idee der Geschichte ist für mich persönlich in dieser Form ganz neu. Allerdings weist die Geschichte bestimmte Parallelen zu dem Buch „Tote Mädchen lügen nicht“ auf. Ich wusste ehrlich gesagt nicht so ganz, was ich davon halten sollte.

Allerdings finde ich es sehr schön, dass die Autorin am Ende des Buches beschrieben hat, welchen Weg die Charaktere einschlagen. So etwas liebe ich an Enden von Büchern, da ich mich so den Charakteren noch näher fühlen kann. Ich gebe dem Buch 3 Sterne, da ich eben einige Kritikpunkte hatte und mir nicht alles gepasst hat. Trotzdem finde ich die Geschichte sehr gut durchdacht. 
 
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen 
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