Rezension - Warum hast du mich vergessen? - Cyril Massarotto

Dienstag, 13. Juni 2017

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Titel: Warum hast du mich vergessen?
Originaltitel: Le Premier Oublié
Autor: Cyril Massarotto
Zur Leseprobe (Provisionslink)
Genre: Roman
Länge: 160 Seiten
Verlag: List

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Thomas steht seiner Mutter sehr nahe. Ihn, den Zweitgeborenen, ruft sie an, als sie immer vergesslicher wird. Er ist derjenige, der sich um sie kümmert, als sie die erschütternde Diagnose Alzheimer bekommt. Umso größer ist der Schock, dass sie ihn als Ersten nicht mehr erkennt. Er ist verzweifelt. Er kämpft um ihre Liebe. Er wehrt sich gegen das Vergessen. Erst als ihm bewusst wird, dass er es nicht aufhalten kann, lässt Thomas endlich los und findet den schmerzlichen Weg zurück ins eigene Leben.

Meine Meinung:
Das Cover ist einfach nur wundervoll. Auf den ersten Blick erinnert es mich an ein Gemälde. Ich meine, man merkt ziemlich schnell, dass das Buchcover nicht gemalt ist, allerdings erinnert mich die Konstellation des Covers an ein Gemälde. Die Farben des Covers sind wunderschön. Es handelt sind vorwiegend um pasteltöne. Solche Farben liebe ich am meistens.

Mich interessiert die Thematik Alzheimer, Demenz und etc sehr. Ich habe schon einige Bücher über Alzheimer gelesen. In diesem Buch geht es darum, dass Thomas Mutter ihren Sohn von einem Tag auf den anderen nicht mehr erkennt und für ihren Pfleger hält. Thomas ist nicht nur traurig, sondern auch wütend. Wie konnte seine Mutter ausgerechnet ihn als Erstes vergessen? Ihn, das mittlere Kind. Die Ärzte haben ihm doch gesagt, dass sie entweder zuerst ihr erstgeborenes oder ihr Nesthäkchen vergessen wird und jetzt ist er es? Auf einmal bricht seine ganze Welt zusammen und Thomas gibt sein Leben auf um sich um seine vergessende Mutter zu kümmern.

Meiner Meinung nach ist dies eine sehr ernste und schwierige Geschichte, die mich sehr traurig gemacht hat. Besonders mit dem Charakter Thomas habe ich mitgelitten. Im Laufe des Buches lernen wir aber auch noch viele andere Charaktere kennen und wir erleben auch immer wieder, was in Thomas Mutter vorgeht, da manche Abschnitte aus ihrer Sicht geschrieben sind.

Ich finde, dass es eine wirklich außergewöhnliche realitätsnahe und ergreifende Geschichte ist. Aber nicht nur Thomas tut mir leid, sondern auch seine Mutter. Für die Patienten muss das Ganze noch viel schwerer sein, als für die Angehörigen, da die Patienten von einem Tag auf den anderen nicht mehr klar denken können und sie das Gefühl haben müssen, dass ihre ganze Welt kopfsteht. Außerdem kann Thomas Mutter Madeleine auch nicht mehr wirklich von Fiktion und Realität unterscheiden. Manchmal holt sie ihre Vergangenheit ein und sie sieht sich wieder als kleines Kind. Ich finde, dass das Thema Alzheimer und die Probleme, die damit verbunden sind, sind dem Leser sehr gut herübergekommen ist.

Am Schluss konnte ich mich einfach nicht mehr zurückhalten und lies meinen Tränen freien Lauf. Das ganze Buch über hatte ich schon einen Kloß im Hals und das Gefühl, dass ich gleich anfangen werde zu weinen, doch ich habe es geschafft und mich zurückgehalten. Zumindest bis zum Ende.

Meiner Meinung nach sollte dieses Buch jeder von euch lesen, da es in dem Buch um ein wichtiges Thema geht, welches jeden treffen könnte. Wirklich jeder könnte von dem einen auf den anderen Tag an Alzheimer erkranken und sich weder an die Familie noch an das heutige Mittagessen erinnern. Deswegen finde ich es sehr wichtig sich darüber zu informieren. Ich muss immer noch über das Buch nachdenken, obwohl es schon vier Tage her ist, dass ich es durchgesuchtet habe. Dies ist immer ein gutes Zeichen bei mir, da das heißt, dass mir die Geschichte wirklich gefallen hat und es mir eben im Gedächtnis geblieben ist. Auf jeden Fall ist dieses Buch das Beste, welches ich bis jetzt zu dieser Thematik gelesen habe.

Da es auch sehr dünn ist, kommt man sehr schnell durch die Geschichte durch und fliegt nur so durch die Seiten. Normalerweise mag ich es nicht, wenn Bücher weniger als 200 Seiten haben, doch bei diesem Buch ist es etwas anderes, da es mit einer höheren Seitenanzahl gezwungen gewirkt hätte. So hat die Autorin der Geschichte genau den idealen Raum gegeben und nichts wirkte gezwungen oder schnell hingeschrieben, damit die Seitenanzahl höher wird.

Ich will nicht aufhören von diesem Buch zu schwärmen, aber ich muss. Ich gebe dem Buch 5 Sterne und von nun an zählt es zu meinen Monatshighlights im Juni.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen und ein Lieblingsbuchbärchen
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