Rezension - Die 7 Farben des Blutes - Uwe Wilhelm

Dienstag, 4. Juli 2017
Titel: Die 7 Farben des Blutes
Autor: Uwe Wilhelm
Genre: Thriller
Länge: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Er hasst sie, er jagt sie, er tötet sie ...
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr schlicht. Auf ihm befindet sich nur der Titel des Buches. Dies finde ich sehr schade, da ich mir gewünscht hätte, dass das Cover etwas außergewöhnlicher wäre. Die Farbe des Covers finde ich allerdings schön. Wahrscheinlich kommt das daher, dass schwarz meine Lieblingsfarbe ist. Ich finde einfach, dass es viel zu wenige schwarze Buchcover gibt.

Ich war ein wenig skeptisch, da ich dachte, dass das Buch mich nicht ganz überzeugen können wird. Ich hatte mit einer etwas wirren und unschlüssigen Geschichte gerechnet, die nichts Besonderes zu bitten hat und mich einfach nicht fesseln kann. Doch da hatte ich mich gründlich getäuscht. Von der ersten Seite an hat das Buch mich in seinen Bann gezogen und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Ich war regelrecht traurig und erschüttert, als das Buch sich zum Ende geneigt hat. Ich wollte einfach nicht, dass diese unglaublich spannende Geschichte endet und ich die gut ausgearbeiteten Protagonisten nicht mehr zu Gesicht bekomme.

Der Schreibstil hat mich verzaubert. Ich hatte das Gefühl, dass ich in einer anderen Welt wäre, obwohl dieses Buch ein Thriller ist und keine Fantasyelemente besitzt. Die Geschichte ist einfach unglaublich flüssig geschrieben und so vergisst man die Zeit beim Lesen. Die Seiten flogen nur so dahin und ohne es zu merken, habe ich das Buch in weniger als zwei Tagen zu Ende gelesen, obwohl es fast 500 Seiten hatte. Ich konnte und wollte nicht mehr aufhören diese Geschichte zu verschlingen. Der Autor hat einfach eine ganz besondere Art und Weise zu schreiben, die mir sehr zugesagt hat. Er schreibt auch sehr spannend und intensiv und lässt einen glauben, dass man sich mitten im Geschehen befindet.

Die Charaktere in dem Buch wurden hervorragend ausgearbeitet und jeder von ihnen ist individuell. Jeder der Charaktere besitzt seine ganz eigene Art und Weise, sowie es im echten Leben ist. Besonders die Hauptprotagonistin Helena hat es mir angetan. Ich konnte mich in ihrer Identität einfach wiedererkennen und hatte das Gefühl ihr sehr nahe zu sein und die Geschichte am eigenen Leib zu erleben. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch, der alles dafür tun würde, dass ihre Familie versorgt und in Sicherheit ist.

Außerdem kann man durch dieses Buch noch eine Menge lernen, da es hier um Götter geht. Der Serienmörder selbst nennt sich Dionysos. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich nicht einmal, welcher Gott das war und da mich griechische Mythologie schon immer interessiert hat, habe ich gleich noch mehr Freude am Lesen gehabt.

Die Idee der Geschichte ist meiner Meinung nach schon außergewöhnlich. Ich habe noch nie etwas Derartiges gelesen und auch noch nie von so einem Buch gehört. Die Verbindung zwischen Thriller und griechischer Mythologie ist einfach etwas Besonderes.

Leider habe ich auch einen Kritikpunkt an dem Buch. Es kommt meines Erachtens nach viel zu viel Gewalt vor. Normalerweise habe ich gegen so etwas nichts, weil dies einfach zu einem Thriller dazugehört. Doch in dieser Geschichte war es mir einfach zu viel des Guten. Manchmal fand ich das es überhaupt nicht notwendig gewesen wäre diese Stelle so brutal darzustellen. Das traf einfach nicht meinen Geschmack.

Als die Geschichte zu Ende ging, hatte ich die ganze Zeit über Gänsehaut. Ich wartete auf einen Showdown und genau diesem habe ich am Schluss auch bekommen. Das Buch bekommt trotz zu viel Brutalität 5 Sterne. Es ist auf jeden Fall für einen Thrillerfan lesenswert!

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen
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